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Hilfe für die “gefangenen” Hunde von El Calafate
Paula, die Sprecherin der privaten Tierschutzinitiative und unsere Gastgeberin, nahm uns mit an diesen traurigen und von allen Göttern dieser Erde verlassenen Ort.
Man kennt diese Bilder: provisorischer Betonboden, zugeschissen, mit teilweise blutigem Erbrochenem überzogen, begrenzt mit einem scharfkantigen Maschendraht der für immer wieder neue Wunde sorgt , vollkommen überbelegt und oft mit einem oder mehreren toten Tieren irgendwo in einer Ecke, in die sie sich im letzten Moment ihres traurigen Daseins gerade noch geschleppt haben. Und Niemand kümmert sich darum – niemand außer Paula und einer Hand voll Frauen, die täglich in ihrer Freizeit und mit ihrem privaten Geld versuchen, das unaufhaltsame Schicksal zu ändern. Niemand unterstützt sie.
El Calafate ist eine der reichsten Touristenstädte Argentiniens. Hier verbringt das Präsidenten-Ehepaar ihren Sommerurlaub. Hier muss jeder Tourist, egal ob spanischer König oder deutscher Rucksacktourist, der den Perito Moreno Gletscher sehen will, automatisch durch. Das Wirtschaftsleben blüht, die Straßen sind blumengeschmückt, Touristentafeln weisen auf jede Sehenswürdigkeit hin, unzählige städtische Angestellte, Straßenkehrer, Gärtner, Parkgebühreneintreiber und vor allem Stadtpolizisten sorgen innerhalb der Stadt für eine Atmosphäre als wäre man in Saint Tropez – alles nur vom Feinsten und so wichtig für unsere amerikanischen „Freunde“ – so safe! Und in dieser ach so schönen Idylle stören die vielen Straßenhunde irgendwie ungemein!
Immerhin, vor einem Jahr wurden sie noch von den städtischen (!) Hundefängern gejagt und dann durch Schläge betäubt oder, im besseren Fall, getötet um dann ins Feuer geworfen zu werden. Dann „baute“ die Stadt auf Druck der Frauen den sogenannten Zwinger und behauptete, sich um die Tiere zu kümmern. Seitdem kämpfen sie auf einem absolut deprimierenden und verlorenen Posten. Notwendiges Futter kommt von einigen Restaurants und deren Abfällen, notwendige Medikamente werden teilweise über Rodrigo, den Tierarzt „organisiert“, Reinigungsmittel zweigt ein Stadtangestellter ohne Wissen der Administration illegal aus Mitleid ab. Und das Werkzeug, Besen und Schaufeln kommen vom nebenan liegenden Müllberg. Aber die Stadt behauptet, sich um die Tiere zu kümmern, alles Andere sei erfundener Unfug…
Und auch wenn Keiner die Bilder wirklich sehen möchte, haben wir ein paar eingestellt, denn wir wollen nicht so tun, als gäbe es sie nicht:
 Die „Totgeweihten von El Calafate“!
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Spendenaufruf
Wir bitten diejenigen unter Euch, die 5,- oder 10,- Euro in Ihrer Haushaltskasse entbehren können, diese auf unser Konto zu überweisen:
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Kontoinhaber: Anke Markovitz Kontonummer: 23384400, Volksbank Freiburg (BLZ 680 900 00) Verwendungszweck „El Calafate“
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Wir werden alle „Spenden“ sammeln (… leider ohne Spendenquittung!) und dann den Gesamtbetrag hierher überweisen. Wir kennen die Menschen hier vor Ort und wir sind absolut sicher, dass das Geld nicht „verschwindet“ und zu 100 % dem gedachten Zweck zukommt. Und wir werden berichten, ob und was sich hier verändert hat.
Vorab vielen Dank für die Unterstützung!
Auch der kleinste Schritt hinterlässt einen tiefen Abdruck, wenn viele ihm folgen. (unbekannter Verfasser)
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Unsere Initiative trägt Früchte
... Und wir werden Briefe an die Stadt schreiben, mit anderen Reisenden darüber sprechen, denn nur wenn Touristen sich über dieses „Tier-KZ“ beschweren, haben die fünf Frauen eine Chance, dass ihrer Bitte um wenigstens die notwendigsten Mittel für Futter, medizinische Versorgung und einen baulich abgesicherten Platz für die Tiere vielleicht irgendwann von diesen ignoranten, selbstgefälligen Stadtobersten gehört wird. An Geld fehlt es in dieser Stadt wirklich nicht!
Und siehe - nach ein paar Wochen hat sich bei der privaten Initiative zur Pflege und zum Schutz der „gefangenen“ Hunde einiges getan. Die 8 freiwilligen Helfer haben erkannt, dass sie nur durch das tägliche Saubermachen und die Pflege wenig bewirken können. Täglich zwei Stunden Arbeit im so genannten Zwinger und das privat investierte Geld reichen einfach nicht aus, um am nächsten Tag auch nur einen Schritt weiter zu sein. Deshalb hat man nun einen offiziellen Verein gegründet und einen Arbeitslosen als Pfleger engagiert, der sich täglich eine Stunde mit dem Reinigen der Käfige beschäftigt. Dadurch haben die Mitglieder nun die Zeit, sich um Spenden zu kümmern und die eigentliche medizinische Versorgung zu organisieren. Und die Presse wurde inzwischen ebenfalls eingeschaltet. Nun gilt es in zunächst drei Stufen einen Status zu schaffen, der eine strukturierte Versorgung der Tiere gewährleistet:
1) Beschaffung von Arbeitsmitteln, wie Besen, Schaufeln, Schubkarren und Wasserschläuchen zur hygienischen Absicherung. 2) Sicherstellung einer medizinischen Versorgung einschließlich der notwendigen Sterilisierung zur Vermeidung eines immer größer werdenden Problems. Und ferner die Absicherung der Ernährung auch in den Wintermonaten, in denen kaum Touristen anwesend sind und daher auch wenig Unterstützung der lokalen Gastronomie erfolgen kann 3) Organisation der notwenigen finanziellen Mittel durch Öffentlichkeitsarbeit Diese Umsetzung der drei Schritte erfolgt gleichzeitig und hat bereits begonnen und wir wollen dabei helfen, zumindest einen kleinen Schritt vorwärts zu kommen.
Wir wissen, dass es überall viel Leid gibt und dass diese Hunde aus El Calafate nur verschwindend wenige bedauernswerte Geschöpfe auf diesem Planeten sind. Und sicherlich kann man sich streiten, ob es nicht Wichtigeres zu tun gibt, als ein paar verreckenden Hunden zu helfen. Und doch sind wir der Meinung, dass man irgendwo anfangen kann, bzw. muss.
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